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Thomas: Jahrgang '63, geb. in Zittau, aufgewachsen in der Oberlausitz, Sachsen,
Facharbeiterausbildung in Meissen und beruflich seit ca. 20 Jahren in der Halbleitertechnik tätig.
Ich bin musik- und reiseverrückt und es gibt relativ wenige Orte auf der Welt - wo es mich nicht hinzieht. Viele schöne, aussergewöhnliche, aber auch stille Plätze haben wir auf unseren Touren auf 5 Kontinenten schon sehen können. Und jede gelungene, neue Reise ist ein 'bester' Teil unseres Lebens, die Planung macht schon viel Spass, unterwegs gibt es positive und negative Höhepunkte, viel ungeplantes passiert. Und die Auswertung oder Erinnerung daran lässt uns vieles nochmals erleben. Seit wir um die Welt 'reisen' sind ca. 23.000 Bilder in Papier, Dia und dank moderner Technik vor allem in digitaler Form zusammengekommen.

Heidi: Jahrgang '72, geb. und aufgewachsen in Bautzen (Lausitz), Sachsen
Facharbeiterausbildung in Bautzen und nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten gleich noch eine berufliche Veränderung und Ausbildung.
Ich liebe die Musik und das Reisen genauso wie meine kreative Ader alles zu probieren und dabei ist es egal ob es Stoff, Papier oder Garn ist. Seit 1995 halte ich unsere Reisen auf Band fest und es macht mir sehr viel Spaß, beim Schneiden und erstellen der DVDs diese Touren noch einmal zu erleben. Aus den gemeinsamen Jahren unserer Reisen sind mittlerweile fast 30 Reise-DVD entstanden.

"Der Weg ist das Ziel"

Sehr oft werden wir gefragt, was uns antreibt, warum wir denn so 'Reiseverrückt' sind. Nun, dies hat sich einfach so entwickelt. Seit frühester Kindheit waren wir auch mit unseren Eltern unterwegs, im 'ganz normalen Urlaub' zwischen Ostsee, Thüringer Wald, in der Sächsischen Schweiz und der Mecklenburger Seenplatte, klar, DDR-Ziele und auch ins Tschechische Nachbarland ging es oft, das war ja schließlich auch um die Ecke, so kann man die 70er Jahre beschreiben.

Eine sehr interessante Musikszene, viele internationale Spitzen-Acts Life, an Schallplatten fast alles bis zum finanziellen abwinken, gab es in Budapest. Denn, das merkten wir schnell, der Forint verrinnt...leider. In Mediterranen Bars gab's zwischen 'Unicum' und ungarischen 'Goldfass‘l-Lizenz-Bier' auch schon mal einen Johnny Walker, oder man durfte für ungleich viele Alu-Chips schon mal einen Original Single Malt probieren. Und so rubelten wir alles, was wir hatten, angefangen von Honys's Leichtmetallgeld bis zu tschechischen Kronen zwischen Fischerbastei und Heldenplatz in Forints um, um einen einigermaßen komfortablen Urlaub zu machen.

Viele fuhren natürlich auch zum Balaton, aber Budapest hatte damals eine einzigartige Atmosphäre und man hatte den Eindruck, irgendwie ist alles möglich, wenn auch nur für einige Tage im Jahr. Leider hat sich Vieles davon durch die großen Veränderungen der politischen Wende zum Negativen gedreht. Das haben wir bei Besuchen in den letzten 20 Jahren gerade deutlich in Ungarns Hauptstadt gemerkt. Und das die negativen Aspekte der Globalisierung gerade dort deutliche Auswirkungen zeigen, wird leider neben stark erhöhter Kriminalität und auch durch den schleichenden Verlust der nationalen Identität der Ungarn deutlich, das sagen uns vor allem auch ungarische Kollegen und viele Insider. Anders gesagt, viele Originale wurden und werden plattgemacht, schöne, alte Kneipen kaputtrenoviert, geschlossen oder für viel Geld zwangsver-'Warsteinert'. Viele, die gerade Budapest aus den 80ern kannten, werden das vielleicht bestätigen können.

Dann kam der Herbst 1989 und die Möglichkeiten für den Reisebegeisterten haben sich vervielfacht. Thomas ging schon im September '89 nach München, und 1993 lernten wir Beide uns in der Oberlausitz kennen, 1994 kam Heidi nach Bayern.

Viel Arbeit, hart sparen, zig' Nebenjobs (darunter auch haarsträubende Grenzerfahrungen) und bei Thomas über 20 Jahre Schichtarbeit haben es möglich gemacht, das wir in den letzten 21 Jahren schon einige Dutzend Male um die Welt gefahren, geflogen oder teilweise geschippert sind. Wir haben uns die verschiedensten Traumziele ausgesucht zwischen Capetown und Auckland oder zwischen Bagan (Birma) und Valparaiso (Chile), um nur wenige zu nennen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben wir diese Reiseunternehmungen immer selber organisiert und so im Laufe der Jahre gelernt, das eine gute, manchmal abenteuerliche Individualtour mit vielen unbekannten, Faktoren und immer neuen, interessanten Menschen und phantastischen Landschaften für uns deutlich mehr bringt als von Anderen vor-organisierte Pauschalreisen oder Luxus-Hotel Arrangements. Aber gegen ein gelegentliches, schönes Hotel und manche Resorts haben wir gar nix einzuwenden ;- (also bitte nicht falsch verstehen - alles zu seiner Zeit).

Was wir immer wieder merken (wenn man viel und intensiv reist), ist, dass es durch selbst organisierte Touren deutlich günstiger wird. Wenn wir dann die Preise der vielen Anbieter weltweit vergleichen, dann wird uns klar, wie viel teurer diese sind - nicht selten das Doppelte bis Dreifache des von uns geplanten Preises. Klar, Service, Informationen und gute Organisationen, sowie Guides müssen bezahlt sein.

Ob in den endlosen Weiten des australischen Outbacks oder den für uns vor allem Geologisch faszinierenden, sagenhaften Landschaften Nordamerikas zwischen Rocky Mountains und Pazifik, den Trockensavannen Afrikas oder auf dem Wege nach Angkor (Kambodscha) haben wir immer wieder festgestellt, das es nichts schöneres gibt, als 'On The Road' zu sein. Mit immer spontanen Unterbrechungen und Wanderstops ist es längst verinnerlicht und nicht 'nur ein Spruch' für uns und so wird es wohl auch bleiben:

"Der Weg ist das Ziel"